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Zeitschrift für Spiritualität und Transzendentale Psychologie 2011, 1 (1) /
Journal for Spirituality and Transcendental Psychology 1 (1), 2011





Gott erforschen statt Gott beweisen

Methodologische Präliminarien
transzendentalpsychologischer Forschung

Edgar W. Harnack

 

Zusammenfassung

Anhand eines prinzipiellen Problems aller Gottesbeweise – des Problems der „fal­schen Synonymie“ – wird die Unterscheidung zwischen Transzendenz und Got­tesbegriff als notwendig eingeführt, um daraus einen sinnvollen Konstruktbegriff zu gewinnen, der anschließend als sozialwissenschaftliches Konstrukt mit empirischen Fakten (Operationalisierungen) verbunden werden kann. Die Art und Weise, wie eine Operationalisierung des Transzendenzkonstrukts überhaupt möglich ist und die methodologischen Grundlinien, denen ein daraus resultierendes Forschungsprogramm sich verpflichtet fühlen sollte, werden
diskutiert.

Schlagwörter: Transzendentale Psychologie, Methodologie, Gottesbeweis, Transzendenz, spirituelle Erfahrung



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Angaben zum Autor:

E. W. Harnack ist Diplom-Psychologe, approbierter Psychotherapeut und Supervisor; schreibt und arbeitet in freier Berufsausübung in Berlin.



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